Nachhaltigkeit verankern: Wie kultureller Wandel mit Kotters 8-Stufen-Modell gelingt
Das Themengebiet der Nachhaltigkeit findet immer mehr Einzug in das Tagesgeschäft der Unternehmen. Beispielsweise werden ökologische und soziale Aspekte in der Sustainability Balanced Scorecard als Faktor für die strategische Planung der Unternehmensziele mit einbezogen und nehmen dort einen wichtigen Teil zur Entscheidungsfindung ein. Doch wenn Nachhaltigkeit tief in der Unternehmenskultur und im Verhalten der Mitarbeitenden etabliert werden soll, muss tiefer angesetzt werden als ausschließlich über Kennzahlen, Berichte und gesetzliche Vorgaben. Vielmehr muss ein kultureller Wandel angestoßen werden, der die Unternehmung und seine Mitarbeitenden dauerhaft prägt.[1] Um diesen Wandel gezielt zu steuern, bietet das Change-Management-Modell von John P. Kotter einen klaren Rahmen. [...]
Nachhaltiges Controlling – Wie Unternehmen ökologische und soziale KPIs wirksam in ihre Steuerung integrieren können
Nachhaltigkeit ist längst kein freiwilliges Zusatzprogramm mehr, sondern ein zentraler Faktor wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit.[1] Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, ökologische und soziale Verantwortung nicht nur zu kommunizieren, sondern messbar in ihre Steuerungsprozesse zu integrieren. Genau hier setzt nachhaltiges Controlling an: Es erweitert klassische Kennzahlensysteme um ökologische und soziale Dimensionen und schafft damit eine Grundlage für fundierte, langfristig orientierte Entscheidungen. Doch die Integration von ESG-Kennzahlen ist komplex. Sie erfordert neue Formen der Datenerhebung, ein Umdenken in der Führung und die Fähigkeit, Zielkonflikte zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit transparent zu managen. Gleichzeitig eröffnet sie Unternehmen die Chance, strategische Klarheit zu gewinnen und ihre Zukunftsfähigkeit [...]
Künstliche Intelligenz in Unternehmen: Zwischen Effizienzversprechen und Führungsaufgabe
„Was wäre, wenn eine Maschine bessere Entscheidungen trifft als ein Mensch?"Diese provokante Frage steht sinnbildlich für die aktuelle Debatte rund um Künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen. Sie berührt nicht nur technologische Aspekte, sondern auch grundlegende betriebswirtschaftliche und ethische Fragestellungen. Während KI enorme Effizienz- und Innovationspotenziale verspricht, bleibt ihr erfolgreicher Einsatz in der Praxis häufig hinter den Erwartungen zurück oder Projekte verfehlen eine erfolgreiche Implementierung.[1] KI als Treiber betrieblicher Wertschöpfung Künstliche Intelligenz, sowohl in Form generativer Modelle als auch klassischer Machine-Learning-Anwendungen, hat sich in vielen Unternehmen bereits etabliert. Das größte Nutzungsfeld stellt, laut einer Umfrage der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2025, [...]
Smart Office – Digitalisierung der Arbeitswelt zwischen Effizienz und Menschlichkeit
Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt tiefgreifend. Neben Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen gewinnt das Konzept des „Smart Office“ zunehmend an Bedeutung. Darunter versteht man die intelligente Vernetzung von Technologien, Prozessen und Arbeitsumgebungen mit dem Ziel Effizienz, Flexibilität und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern sowie Kosten nachhaltig zu senken (Flexopus, 2024). Theoretischer Rahmen Das Smart Office ist nicht nur ein technisches Phänomen, sondern Teil eines umfassenden Diskurses über New Work und die Gestaltung soziotechnischer Systeme. Während klassische Büroorganisation auf festen Strukturen basiert, versteht sich das Smart Office als dynamisches, adaptives System, das Mensch und Technik zusammenbringt. Studien zeigen, dass die Gestaltung von Arbeitsumgebungen entscheidend für Produktivität [...]
Authentizität oder Anpassung? Wie Dresscodes Macht und Karriere steuern
Warum 40 Millisekunden zählenDer erste Eindruck entsteht schneller, als wir sprechen können. Studien zeigen: Binnen eines Augenaufschlags (ca. 40 ms) taxieren wir die Blickhaltung als „oben“ oder „unten“ im Machtgefüge – ein Reflex, der sich vor allem am Auftreten und sichtbaren Statussignalen festmacht. Genau deshalb ist Kleidung im Unternehmensalltag kein Nebenschauplatz, sondern ein prominentes Handlungsfeld der Macht. Sie kommuniziert, wer wir sind, zu welcher Gruppe wir gehören – und welchen Einfluss wir beanspruchen. Oder, mit Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren. Kleidung ist gelebte Kommunikation (Rösler, 2025, S.95-98; Breyer-Mayländer, 2020, S.81-82). Mode ist Medium – und MachtAus kulturwissenschaftlicher Sicht besitzt [...]
Generation Z am Arbeitsplatz – Warum junge Talente anders ticken und was Unternehmen daraus lernen können
Was junge Talente wirklich wollen Sie sind gut ausgebildet, digital vernetzt, engagiert und gleichzeitig anspruchsvoll, wenn es um Arbeitsbedingungen, Werte und Sinn geht. Die Generation Z, geboren etwa zwischen 1995 und 2010, verändert die Arbeitswelt. Die Arbeitgeber stehen dadurch vor neuen Herausforderungen, die Klassische Führungsmodelle, starre Hierarchien und Präsenzpflicht scheinen für viele junge Talente kaum noch attraktiv (Stiftung Neue Verantwortung [SNV], 2023, S. 9–13).Laut einer Studie der Stiftung Neue Verantwortung (2023) legen 76 % der unter 30-Jährigen besonderen Wert auf Work-Life-Balance, 68 % wünschen sich Sinnhaftigkeit im Job, und mehr als die Hälfte bevorzugt flexible Arbeitsmodelle (SNV, 2023, S. 9–13). [...]





