Mimikresonanz® von Dirk W. Eilert – Gefühle sehen. Menschen verstehen

Mimikresonanz® von Dirk W. Eilert – Gefühle sehen. Menschen verstehen

Wer ist der Verfasser des Buches?

Dirk W. Eilert ist Experte für Emotionen und einer, wenn nicht sogar der führende Experte im Bereich der Körpersprache im deutschsprachigen Raum. Er wurde im Jahr 1976 in Berlin geboren. Er ist durch Paul Ekman zertifizierter FACS-Coder. Dirk W. Eilert hat in Jahr 2001 seine eigene Akademie gegründet und hat verschiede eigene Marken und Coaching Methoden entwickelt. Einer dieser Ausbildungskonzepte ist die Mimikresonanz®. Er ist bekannt als Autor, Professional Speaker und aus Funk und Fernsehen, wo er regelmäßig als Körpersprache-Experte gefragt wird.

Der Inhalt – ein Überblick

Das Buch hat insgesamt 7 Kapitel zu verschiedenen auf sich aufbauende Funktionen ein. Dirk W. Eilert stellt in seinem Buch in der Einführung einen kleinen Einblick in die emotionale Intelligenz und die Mimikresonanz vor. Anschließend stellt er mögliche Einsatzfelder der Mimikresonanz vor. Neben den für uns in der Psychologie wichtigen Bereiche des Coachings oder als Psychotherapeuten kann Mimikresonanz auch in Verkaufsgesprächen, in Verhandlungen, in der Mitarbeiterführung, im Service, im Schauspiel, im Sicherheitsbereich aber auch als Eltern eingesetzt werden.

Anschließend geht er auf wissenschaftliche Grundlagen zur Mimikresonanz ein. Dort kommt auch die von Paul Ekman und seinen Kollegen Wallace Friesen entwickelte Facial Action Coding System zur Sprache. Dort kommen viele Bereich aus verschiedenen Bereichen der Psychologie zum Einsatz. Sei es aus der biologischen Psychologie, also wie unser Gehirn funktioniert bzw. wie Emotionen entstehen, aber die Bereiche der Entwicklungspsychologie oder Lernpsychologie werden dort angerissen um zu verstehen wieso wir Emotionen zeigen.

Im weiteren Teil des Buches geht Dirk Eilert auf verschiede Arten von mimischen Ausdrücken ein. Auch wichtig dabei ist das zwischen Beobachtung und Interpretation unterschieden werden muss. Anschließend werden die sieben Basisemotionen, die von Paul Ekman identifiziert worden sind erklärt. Diese Emotionen sind Angst, Überraschung, Ärger, Ekel, Verachtung, Trauer und Freude. Sie werden ausführlich erklärt, also welcher psychologische Trigger dahintersteckt, wie man diese Ausdrücke in der Mimik erkennt und auch weitere Merkmale in der Körpersprache und Stimme werden benannt.

Wie der Buchtitel bereits verrät geht es nicht ausschließlich um die Erkennung von Mimik und Emotionen, sondern um die Resonanz. Daher beschreibt Dirk Eilert im weiteren Verlauf seines Buches wie man mit dem Gesprächspartner in Resonanz kommen kann. Durch diese Technik kann ein besonders guter Rapport mit dem Gegenüber aufgebaut werden. Was zu einer vertrauenswürdigen Gesprächsbeziehung beiträgt. Auch hier geht es nicht nur theoretisch zu, sondern er geht immer wieder auf Studien und Experimente ein, um einen wissenschaftlichen Hintergrund abzudecken.

In den beiden letzten Kapitel führt Dirk W. Eilert einen Exkurs durch, wie man sich mit Mimikresonanz vor Lügen schützen kann. Wichtig ist ihm aber dabei, dass das Konzept der Mimikresonanz zur Förderung einer emphatischen Kommunikation entwickelt worden ist und nicht explizit zur Lügenerkennung. Anschließend führt er Beispiele auf wie Mimikresonanz bereits in der Praxis eingesetzt worden ist um den Leser auch weitere Anregungen zu geben wie er es einsetzen kann.

Bezug zur Praxis

Für Dirk Eilert geht es besonders um die Umsetzung in die tägliche Praxis. Deshalb sind in fast jedem Kapitel auch Übungen für das tägliche Übung vorhanden. Durch viele Bilder kann man die Mimik von Emotionen im Gegenzug zu einem neutralen Gesichtsausdruck vergleichen und lernt so direkt die Emotionen zu erkennen. Auch gibt er immer wieder Tipps für die Praxis und zur direkten Anwendung.

Übung für zuhause: Dirk Eilert nennt diese Übung die Fotoapparat-Übung. Diese Übung soll die Wahrnehmung für Veränderungen schärfen. Die Übung muss zu zweit durchgeführt werden. Die Person (A) die ihre Wahrnehmung trainieren will, schaut Person (B) an. Schließt anschließend die Augen und Person (B) verändert an sich was. Die Änderung kann fast alles sein, je nachdem wie schwierig man es haben will. Sei es eine Änderung in der Mimik um diese zu schärfen oder auch in den Veränderungen der Körperposition oder Kopfhaltung. Dann öffnet die Person (A) für ein kurzen blinzeln, also wie eine Fotolinse kurz die Augen und schaut dabei Person B an. Sie schließt sofort wieder die Augen und teilt dann der anderen Person (B) mit, was sie verändert hat. Person B bestätigt dies oder halt nicht. Danach kann dann gewechselt werden.

Persönliches Fazit

Durch die viele praktischen Tipps und Tricks und die Übungen, kann man das erlernte meiner Meinung nach schon sehr gut in die tägliche Arbeit mit Klienten einbauen. Es ist zwar einiges an theoretischem Wissen in diesem Buch enthalten, aber das Lernen von Mimikresonanz kann man meiner Meinung nach nicht nur aus einem Buch lernen, sondern muss es direkt anwenden im Alltag. Denn Mimik zu „lesen“ ist ein schneller Prozess und nicht so leicht wie, wenn ein Gesichtsausdruck auf einem Bild zu erkennen ist.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch aber ein sehr guter Einstieg in das Thema und für Psychologen, Coaches oder Berater ein wichtiges Thema um eine noch professionelle Therapie oder Beratung anbieten zu können.

Literaturverzeichnis

Eilert, Dirk (2013): Mimikresonanz. Gefühle sehen, Menschen verstehen. Paderborn: Junfermann (Reihe Fachbuch Kommunikation & Mimik)

Bildquelle

https://www.junfermann.de/titel/mimikresonanz/292 mit freundlicher Erlaubnis der Eilert Akademie Berlin (www.Eilert-Akademie.de)