Fit bleiben mit Life Kinetik

Viele unserer Eltern oder Großeltern greifen häufig zu Spielen und Rätsel, wie Sodoku oder Kreuzworträtsel, um im Alter fit zu bleiben. Die Wissenschaft ist bereits fortgeschritten und bietet heutzutage effizientere Methoden an, um das Gehirn zu trainieren.

Der Diplomsportlehrer und Fußballtrainer Horst Lutz kam auf die Idee eine Kombination von Übungen aus dem Bereich der Wahrnehmung, des Gehirnjoggings und der Bewegung zu entwickeln. Diese Kombination aus verschiedenen Handlungsfeldern nennt er Life Kinetik und soll das Gehirn trainieren, um die Leistung von Sportlern, Kindern oder Senioren zu steigern.

Horst Lutz bietet seit 2007 Trainerausbildungen, Kurse, etc. für das Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung an.

 Life Kinetik bewirkt, dass

  • Kinder kreativer werden,
  • die Konzentration der Schüler steigt,
  • die Leistung bei Sportlern steigt,
  • Berufstätige stressresistenter werden und
  • Senioren im Alltag aufnahmefähiger bleiben.

 

Das Gehirn wird hierbei mit koordinativen, kognitiven und visuellen Aufgaben konfrontiert, denen man im Alltag nicht häufig begegnet. Die Aufgaben bzw. Übungen sind sogar so konstruiert, dass sie den Teilnehmern große Schwierigkeiten bereiten. Sie müssen zur Bewältigung der Übungen neue Strategien entwickeln. Da möglichst viele Areale im Gehirn angesprochen werden, ist das Training sehr vielfältig. Neben Bewegungen wird auch die Sinneswahrnehmung, wie beispielsweise Hören und Sehen in das Training mit aufgenommen. Somit arbeiten mehrere Gehirnareale zusammen. Grundprinzip besteht darin, dass Bewegungen ausgeführt werden, während das Gehirn gefordert wird.

Dieser Prozess basiert auf dem Vorgang des Lernens im Gehirn. Wodurch letztendlich die Kontaktstellen (Synapsen) zwischen den Gehirnzellen (Neuronen) und Nervenfasern durch immer wiederkehrende Impulse verstärkt werden.  Jeder Vorgang, der in unserem Körper geschieht, ist ein Lernprozess, sodass das Gehirn in einer dauerhaften Lernphase ist.

 

Und so geht’s:

Die Kombinationen bestehen natürlich aus keinen einfachen Übungen, da das Gehirn aus seiner Komfortzone herauswachen soll und gefordert werden soll. Zu Beginn äußern viele Teilnehmer, dass die Übungen leicht aussehen und dementsprechend zu schaffen sind. Schließlich ärgern sich viele, da die Übungen zwar leicht aussehen aber in der Umsetzung es nicht sind.

Das Bewegungsprogramm besteht immer aus Basisübungen, auf denen aufgebaut wird. Nach unterschiedliche Variationen gelangt man zur eigentlichen Aufgabe und zwar die der Kombination der einzelnen Bewegungsabläufe.

  • Farben – Übung: Eine bestimmte Farbe ist für eine Richtung vorgegeben (grün=rechts, blau=links, gelb=zurück, etc.). Der Trainer nennt beispielsweise die Farbe Grün und die Teilnehmer müssen daraufhin einen Schritt nach rechts machen. Als Steigerung können mehrere Farben hintereinander genannt werden, sodass eine Schrittreihenfolge entsteht.
  • Wurfball – Übung: Es werden zwei Jonglierbälle (Alternative: Apfel oder Orangen) parallel zueinander in die Luft geworfen, währenddessen werden die Arme gekreuzt um die beiden Bälle mit überkreuzten Armen wieder aufzufangen. Als Steigerung können die Hände während des Kreuzens eine Faust bilden und beim Auffangen der Bälle werden diese wieder geöffnet.
  • Hüpf – Übung: Es wird eine 50 cm lange Linie mit einer Schnur oder einem Klebeband auf dem Boden gezogen. Die Teilnehmer sollen mit beiden Beinen über die Schnur springen und mit dem rechten Bein aufkommen. Beim Zurückspringen schließt man ebenfalls die Beine und versucht mit dem linken Bein zu landen. Beim nächsten Sprung nach vorne landen sie auf beiden Beinen. Dann beginnt die Sprungfolge erneut: rechts – links – beide – rechts – links – beide.

 

Mit den Übungen erreicht man eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit und Koordination. Zudem wird das Gehirn trainiert, man wird stressresistenter und lernt schneller umzudenken. Je nach Altersgruppe und sportlicher Leistung müssen die Übungen angepasst und auf das Individuum abgestimmt werden.

Wenn zum Beispiel Senioren bei der Farben – Übung nicht mehr lange stehen können, kann man die Übung im Sitzen ausführen. Eine Möglichkeit wäre es, dass man den Armen und Beinen jeweils eine Farbe zuordnet, sodass die Senioren bei Farbe Grün den rechten Arm anheben müssen und bei der Farbe Gelb das linke Bein ausstrecken sollen.

 

Literaturverzeichnis

John, V. M. (07. 03 2016). Hr4. Abgerufen am 02. 05 2016 von http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=6656&key=standard_document_55685841#titel1

Lutz, H. (kein Datum). Kopftraining Life Kinetik. (F. Joung, Interviewer)

Lutz, H. (kein Datum). Life Kinetik. Abgerufen am 03. 05 2016 von http://www.lifekinetik.de/ueber-uns/team/horst-lutz/

Lutz, H. (kein Datum). Life Kinetik. Abgerufen am 03. 05 2016 von http://www.lifekinetik.de/infos/so-profitieren-sie/