Neid: Wenn das Gras woanders grüner ist

Wenn Individuen Neid empfinden, dann erscheint das Gras auf der andere Seite des Zaunes oft grüner, satter, gepflegter, hochwertiger und gesünder. Unsere eigene Wiese kann nicht mithalten, obwohl wir uns das anders wünschen würden. Mit Neid werden in der Bevölkerung überwiegend unangenehme und geächtete Gefühle und Verhaltensweisen assoziiert.[1]Auch Schimmel sagt: „Neid ist die Qual, wenn […]

Machen alle Antidepressiva dick?

Die Gewichtszunahme unter der Einnahme von Antidepressiva wird bereits seit den 1950er Jahren registriert und untersucht. Insbesondere bei Langzeiteinnahme führen eine Vielzahl an Psychopharmaka zu einer Gewichtssteigerung bei den Patienten.[1] Aber machen wirklich alle Antidepressiva dick?   Die negativen Auswirkungen sind insbesondere für psychisch labile Patienten gravierend, denn bereits eine Gewichtszunahme von nur 5-10% verschlechtert statistisch […]

Was ist die „Motivierende Gesprächsführung“?

Die motivierende Gesprächsführung ist im englischen Sprachraum unter dem Begriff „Motivational Interviewing“ (MI) bekannt und wurde von den amerikanischen Psychologen Wiliam R. Miller und seinem britischen Kollegen Stephen Rollnick in den frühen 1980er Jahren entwickelt.[1]   Zu Millers und Rollnicks Zeiten herrschte im therapeutischen Setting ein konfrontativer Beratungsstil vor, der es dem Patienten ermöglichen sollte […]

Welche psychischen Folgen hat Perfektionismus?

Perfektionismus beschreibt die Überzeugung von Individuen, dass es im Leben perfekte Zustände gibt, die es zu erreichen gilt.[1] Shafran, Egan und Wade (2018) definieren Perfektionismus als Gruppe von „beliefs that perfection can, and should be, attained“.[2] Die Überzeugung treibt Perfektionisten dazu an in bestimmten oder gar allen Lebensbereichen erfolgsorientiert und möglichst fehlerlos zu handeln.   […]

Hypnose – Definition, Abgrenzung, Möglichkeiten

Wenn man von Hypnose hört, dann fallen einem allerlei Dinge dazu ein. Die meisten denken dabei an einen Mann mit Pendel, der Leute auf einer Bühne in einen plötzlichen Schlaf versetzt und sie alle möglichen Dinge tun lässt, die ein normaler Mensch in der Öffentlichkeit nie machen würde. Jedoch zeigt allein dies, wie viele Fehlinformationen […]

Die Depression – eine jedermanns Krankheit

Der „harmlose Schnupfen“ der depressiven Erkrankungen nennt sich Depression und veranschaulicht mit diesem Vergleich, wie weit verbreitet sie ist. Jedoch kann sie mit der Schwere der Folgen, dem Schnupfen keinesfalls gerecht werden. Obwohl Phobien weitaus verbreiteter sind, sind Depressionen hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Menschen psychiatrische und psychologische Einrichtungen besuchen (vgl.: Meyers, 2014, S. 671f.). Welche […]

Angst, man muss sie verstehen um sie zu überwinden

Prüfungen, Spinnen, Fahrstühle, volle Räume, Flugzeuge, Hunde, Wettkämpfe,… . Jeder gesunde Mensch hat das Gefühl der Angst schon erlebt. In gewissen Lebenssituationen kann sie unser Leben retten. Der Körper wird durch sie in einen spezifischen Aktivierungszustand versetzt. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird erhöht, die Muskulatur durchblutet, Noradrenalin wird ausgeschüttet und der beruhigende Hirnbotenstoff […]

Dissoziative Identitätsstörung – Diagnostik, Ursachen, Behandlung

„Sie können sagen, gestern war ich nicht gut drauf, weil das und das passiert ist, aber heute geht es mir besser. Bei mir war es jemand anders, dem es schlecht ging, und ich kann mich nicht erinnern.“ Erzählt Miriam, eine junge Frau in einem Interview mit der Neue Bürcher Zeitung. Miriam leidet unter dissoziativen Identitätsstörung. […]

Binge Eating – (Fr)essattacken mit Kontrollverlust

 „Sich mit Essen besaufen“. So könnte man Binge Eating übersetzen, denn im Amerikanischen wird der Ausdruck „to binge“ im Zusammenhang mit exzessivem Trinken gebraucht.[1] Ähnlich wie beim Alkoholkonsum, der nichts mit normalen Durst zu tun hat, hat auch Binge Eating kaum etwas mit Hunger zu tun. Und obwohl Binge Eating zu den häufigsten Essstörungen zählt, […]

Die Hintergründe der Zurückgezogenen – Hikikomori

„Ich […] fühlte mich dick, aufgedunsen, hässlich und nutzlos. Meine Selbstzweifel trieben mich immer weiter in die selbst gewählte Isolation. Die Fragen meiner besorgten Eltern ignorierte ich und meinen Freunden schrieb ich sporadisch, dass ich zur Zeit viel arbeite und kaum Zeit für sie hätte. Ich wollte nicht, dass sie mich in diesem Zustand sehen.“ […]